Gesetzliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen für Rehabilitationssport sind für alle Rehasportanbieter in Deutschland bindend. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen Sport und Training als „Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation“ unterstützen. Dieser Leistungsanspruch des Patienten wird im §64 des Sozialgesetzbuches ix geregelt.

Rahmenvereinbarung Rehabilitationssport

Gesetzliche Grundlagen Rehasport - Abrechnung mit KrankenkasseJede Rehasportgruppe, die mit den Kostenträgern abrechnet, muss zertifiziert und anerkannt sein. Bei jedem Anerkennungsverfahren werden vorgegebene Rahmenbedingungen, wie z. B. Raumgröße & Trainingsfläche, gesetzliche Grundlagen oder Übungsleiter-Lizenzen überprüft. Die entsprechende Stelle stellt danach gerichtet ein Anerkennungszertifikat aus.
In der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport vom 01. Januar 2011 sind alle Leistungen und Anforderungen zwischen den Leistungserbringern und Kostenträgern vertraglich festgehalten. Zudem regelt die Rahmenvereinbarung die offiziellen Vergütungssätze für die Durchführung von Rehabilitationssport.

Wenn Rehabilitationssport also der Arzt verordnet, über das Formular 56 ähnlich einem Rezept, jedoch ohne das ärztliche Budget zu belasten, dann hat der Versicherte darauf einen Rechtsanspruch. Anders ausgedrückt: Rehasport kann Ihnen ausschließlich der Arzt verordnen, die zuständige Krankenkasse kommt für die Kosten auf und Sie haben das Recht in einer Rehasport-Einrichtung zu trainieren.

In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt der Leistungsumfang für Rehabilitationssport 50 Übungseinheiten, die je 45min dauern und innerhalb eines Zeitraumes von 18 Monaten zu absolvieren sind. Ausnahmefälle sind chronische Erkrankungen, bei denen ein Anspruch auf 120 Übungseinheiten innerhalb von 36 Monaten besteht. Ebenso kann eine Übungseinheit, in Ausnahmefällen wie Herzsportgruppen, auch 60 Minuten dauern.